Die Blende ist die Öffnung im Objektiv, die bestimmt, wie viel Licht auf den Sensor trifft; ihre Lichtstärke wird als Blendenzahl wie f/1.6 oder f/2.0 angegeben.
Wofür ist das bei Dashcams wichtig?
Die Blendenzahl ist das Verhältnis aus Brennweite und Durchmesser der Öffnung. Ein kleinerer Wert steht daher für ein lichtstärkeres Objektiv. Bei Dashcams ist die Blende fest; du kannst sie nicht verstellen, sie ist Teil der Optik.
Rechenbeispiel: Die Lichtmenge verhält sich umgekehrt zum Quadrat der Blendenzahl. f/1.6 gegenüber f/2.0 ergibt (2,0 ÷ 1,6)² ≈ 1,56, also etwa 56 % mehr Licht bei sonst gleichen Bedingungen. Nachts kann das den Unterschied zwischen lesbarem Kennzeichen und dunkler Fläche ausmachen.
Eine Blendenstufe entspricht einem Faktor √2 in der Blendenzahl und halbiert beziehungsweise verdoppelt die Lichtmenge. Weil Hersteller meist nur den Maximalwert angeben, ist der Spielraum für einen Vergleich begrenzt. Bei Dunkelheit zahlt sich das besonders aus, siehe Nachtsicht.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Greife bei Nachtfahrten bevorzugt zu Modellen mit f/1.8 oder niedriger, sofern der Hersteller den Wert angibt. Eine große Öffnung erkauft allerdings eine geringere Schärfentiefe und kann an den Bildrändern etwas weicher zeichnen; bei Dashcams, die ohnehin auf weit entfernte Objekte fokussiert sind, ist das selten ein Problem.
- Blende und Bildsensor arbeiten zusammen: Eine helle Optik hilft wenig, wenn der Sensor sehr kleine Pixel hat.
- Fehlt die Angabe, ist das eher ein Zeichen für ein einfaches Objektiv.
Vergleiche lichtstarke Modelle im Dashcam-Vergleich; allgemeine Grundlagen findest du im Ratgeber Was ist eine Dashcam?.
- Blende (Optik), Wikipedia, online abgerufen




