Eine Infrarot-Innenkamera ist ein Kameramodul, das den Fahrzeuginnenraum aufnimmt und mit eingebauten Infrarot-LEDs auch bei völliger Dunkelheit ein Bild liefert.
Wofür ist das bei Dashcams wichtig?
Die LEDs strahlen im nahen Infrarot, das Menschen kaum wahrnehmen, der Sensor aber erfasst. Das Bild erscheint schwarzweiß. Genutzt wird das vor allem von Taxi- und Fahrdienst-Fahrern oder bei Mietwagen, um Vorfälle im Innenraum zu dokumentieren. Auch Streit mit Fahrgästen über Schäden lässt sich so klären.
Gerade hier ist der Datenschutz besonders sensibel, denn Personen im Fahrzeug sind eindeutig erkennbar. Mitfahrer müssen informiert werden; mehr dazu im Ratgeber Dashcam und Datenschutz.
Wichtig für die Praxis: Die IR-Sicht reicht nur wenige Meter. Das genügt für einen Pkw-Innenraum, ist aber für größere Fahrzeuge wie Reisebusse kaum ausreichend. Beachte außerdem, dass Brillengläser das IR-Licht reflektieren können. Auch helle Sitzbezüge verfälschen die Belichtung, sodass Gesichter dunkel erscheinen. Ein kurzer Probelauf bei Dunkelheit zeigt, ob das Bild für deine Zwecke ausreicht.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Typisch ist ein dreikanaliges System (Kanäle) aus Front-, Heck- und Innenkamera, oft mit kleinerer Auflösung für den Innenraum. Reflexionen der IR-LEDs in der Windschutzscheibe können das Frontbild stören; gute Geräte richten den Innenraum-Winkel deshalb so aus, dass die Scheibe nicht anstrahlt wird.
- Prüfe, ob sich die IR-LEDs abschalten lassen.
- Ein Innenraum-Objektiv mit etwa 140° bis 180° erfasst Fahrer und Rücksitz.
Passende Modelle zeigt die Übersicht Dashcams mit Front- und Heckkamera. Für Nachtaufnahmen draußen zählt eher der Nachtsicht-Aspekt des Sensors.




