Die Schutzart IP67, IP68 oder IP69K gibt an, wie gut das Gehäuse einer Kamera gegen eindringenden Staub und Wasser geschützt ist.
Wofür ist das bei Dashcams wichtig?
Der IP-Code ist in der Norm DIN EN 60529 geregelt. Die erste Ziffer beschreibt den Schutz vor Fremdkörpern und Staub, die zweite den Schutz vor Wasser. Eine 6 an erster Stelle bedeutet staubdicht. Beim Wasserschutz steigen die Stufen nicht einfach nach oben, denn sie prüfen unterschiedliche Belastungen.
- IP67: staubdicht und geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen (üblicherweise bis 1 Meter Tiefe für 30 Minuten).
- IP68: staubdicht und geeignet für dauerhaftes Untertauchen. Tiefe und Dauer legt der Hersteller fest, deshalb ist die Angabe allein wenig aussagekräftig.
- IP69K: Schutz gegen Hochdruck- und Dampfstrahlreinigung. Geprüft wird mit 80 °C heißem Wasser bei 80 bis 100 bar aus 100 bis 150 Millimetern Abstand (DIN 40050-9).
Wichtig: IP69K schließt IP67 nicht automatisch ein. Gute Produkte nennen beide Werte, etwa „IP67 und IP69K“.
Worauf du beim Kauf achten solltest
- Am Heck: Rückfahrkameras sind Regen, Streusalz und Hochdruckreinigern ausgesetzt. IP67 ist die sinnvolle Untergrenze, IP69K ein Plus bei häufiger Wäsche mit Hochdruck.
- Nur das Gehäuse: Die Angabe betrifft meist Kamera, nicht Stecker und Kabelübergänge. Dichte Stecker sind genauso wichtig.
- Kein Dauerzustand: Dichtungen altern. Eine Schutzart im Neuzustand garantiert nichts nach Jahren.
- Dashcams: Im Innenraum ist die Schutzart meist unwichtig.
Bei Montage am Nummernschild zählt sie besonders, siehe Kennzeichenhalter-Kamera. Passende Modelle zeigt die Übersicht der Rückfahrkameras, Hinweise zum Anschluss gibt der Ratgeber Rückfahrkamera einbauen.
- Informationen zur Schutzart IP69K, Rolec Gehäuse-Systeme, Prüfbedingungen nach DIN 40050-9:1993




