Nextbase baut seit 1999 Elektronik fürs Auto, heute vor allem Dashcams aus der Serie „GW“ mit WLAN, GPS und Bluetooth. Für den Einstieg passt die 322GW mit 1080p bei 60 Bildern pro Sekunde und 140°-Weitwinkel, wer hinten mitfilmen will, nimmt das Set mit Heckscheibenkamera. Die 522GW (1440p) und die 622GW (4K) sind die größeren Geschwister, die wir hier nur einordnen.
Inhalt
- Nextbase im Überblick: Wer steckt hinter der Marke?
- Welche Nextbase-Modelle gibt es? Die Datenblatt-Tabelle
- Was sind die Stärken der Nextbase-Dashcams?
- Wie spielen die Funktionen im Alltag zusammen?
- Wo liegen die Schwächen?
- Welche Nextbase passt zu wem? Entscheidungshilfe
- Die lieferbaren Nextbase-Modelle im Detail
- Häufige Fehlkäufe bei Nextbase-Dashcams
- Was sagen unabhängige Prüfungen zu Nextbase?
- Ist eine Nextbase-Dashcam in Deutschland erlaubt?
- Weitere Vergleiche
Nextbase im Überblick: Wer steckt hinter der Marke?
Nextbase ist ein britischer Hersteller, der sein Geschäft nach Angaben von Wikipedia 1999 als Anbieter von Unterhaltungselektronik fürs Auto begann, zum Beispiel mit tragbaren DVD-Playern. Der Firmensitz liegt laut dieser Quelle in London. Heute steht die Dashcam im Mittelpunkt, und die Modelle der aktuellen Serie tragen Bezeichnungen wie 322GW, 522GW und 622GW (Quelle 1).
Die Produktbeschreibungen der 322GW, 522GW und 622GW nennen übereinstimmend WLAN, GPS, Bluetooth, einen IPS-Touchscreen, Notfall-SOS und einen „intelligenten Parkmodus“. Der Unterschied liegt vor allem in Auflösung, Bildrate, Displaygröße und darin, ob eine Heckkamera dabei ist. Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Modelle nach Herstellerangaben unterscheiden.
Wer Nextbase mit dem Mitbewerb vergleichen will, findet im Direktvergleich Garmin gegen Nextbase eine Gegenüberstellung der beiden bekanntesten Marken, und in der großen Dashcam-Bestenliste stehen alle Hersteller nebeneinander.
Welche Nextbase-Modelle gibt es? Die Datenblatt-Tabelle
| Modell | Auflösung vorne | Display | Heckkamera | Besonderheit | |
|---|---|---|---|---|---|
Nextbase 322GW | 1080p, 60 fps, 140° | 2,5 Zoll IPS-Touchscreen | nein (reine Frontkamera) | WLAN, GPS, Bluetooth, Notfall-SOS | Preis prüfen* |
Nextbase 322GW mit Heckkamera | 1080p, 60 fps, 140° | 2,5 Zoll | ja, Heckscheibenkamera | Set mit 64-GB-microSD-Karte | Preis prüfen* |
| Nextbase 522GW | 1440p (2K), 30 fps, 140° | 3 Zoll IPS-Touchscreen | nein | integrierter Polarisationsfilter | nur erwähnt |
| Nextbase 622GW | 2160p (4K), 30 fps, 140° | 3 Zoll IPS-Touchscreen | ja, Set mit Heckscheibenkamera | Bildstabilisierung, Polarisationsfilter, Nachtsicht Pro | nur erwähnt |
Die 522GW und die 622GW führen wir bewusst nur als Information, weil sie bei Amazon aktuell nicht als sofort verfügbar geführt werden. Eine Empfehlung mit Kaufknopf sprechen wir für diese beiden Modelle deshalb nicht aus.
Was sind die Stärken der Nextbase-Dashcams?
- Ruhige Bildrate in der Einstiegsklasse: Die 322GW zeichnet laut Hersteller mit 60 Bildern pro Sekunde auf. Die höhere Bildrate kann bei schnellen Bewegungen helfen, Details wie Kennzeichen sauberer festzuhalten.
- Bedienung am Gerät: Alle genannten Modelle haben laut Hersteller einen IPS-Touchscreen, sodass du Einstellungen und Aufnahmen ohne Smartphone prüfen kannst.
- Sicherheitsfunktionen: Notfall-SOS sowie die Modi „Guardian Mode Lite“ und „Witness Mode Lite“ gehören laut Hersteller zum Funktionsumfang. Sie benötigen die Nextbase App und kompatible Firmware.
- Polarisationsfilter bei den größeren Modellen: 522GW und 622GW haben laut Hersteller einen integrierten Polarisationsfilter, der Spiegelungen auf der Scheibe verringern soll (siehe CPL-Filter).
- Heckkamera als Set: Die 322GW gibt es als Variante mit Heckscheibenkamera, ohne dass du ein zweites Gerät einer anderen Marke kombinieren musst.
Wie spielen die Funktionen im Alltag zusammen?
Im normalen Betrieb läuft die Kamera in der Schleifenaufnahme: Ältere Clips werden laut Hersteller automatisch ersetzt, damit immer genug Platz für neue Fahrten bleibt. Wie der Notfall-SOS im Detail arbeitet, geht aus den Herstellerangaben nicht hervor; zum Hintergrund von Stoßerkennung siehe G-Sensor. Im Stand übernimmt der Parkmodus, sofern die Kamera dauerhaft mit Strom versorgt wird. Das Smartphone brauchst du vor allem zum bequemen Sichten und Sichern der Videos über die WLAN-Direktverbindung.
Praktisch heißt das: Plane Speicherkarte und Stromversorgung gleich mit ein. Ohne passende Karte und ohne Dauerstrom nutzt du nur einen Teil dessen, was das Datenblatt verspricht.
Wo liegen die Schwächen?
- Auflösung der Einstiegsklasse: Die 322GW nimmt in 1080p auf. Wer Kennzeichen auch auf größere Distanz sichern will, schaut eher zur 4K-Klasse (siehe 4K-Dashcams im Vergleich).
- Parkmodus nur mit Festverdrahtung: Laut Hersteller muss die Dashcam für die Parküberwachung mit einem Festverdrahtungskit installiert werden. Mehr dazu unter Hardwire-Kit und Parküberwachung.
- Smart-Funktionen brauchen die App: Guardian Mode Lite und Witness Mode Lite laufen nur mit der Nextbase App und kompatibler Firmware.
- Verfügbarkeit der größeren Modelle: 522GW und 622GW sind aktuell nicht sofort lieferbar gelistet.
Welche Nextbase passt zu wem? Entscheidungshilfe
| Dein Anspruch | Passende Wahl | Begründung |
|---|---|---|
| Einfache Frontkamera mit Display, ohne viel Technik | 322GW (Front) | 1080p/60 fps, Touchscreen, WLAN und GPS laut Hersteller |
| Auch das Heck absichern (Auffahrunfälle) | 322GW mit Heckscheibenkamera | Set aus Front- und Heckkamera, 64-GB-Karte liegt laut Hersteller bei |
| Mehr Auflösung nach vorn | 522GW oder 622GW | 1440p beziehungsweise 4K laut Hersteller, derzeit nicht sofort verfügbar |
| Maximale Auswahl, viele Marken vergleichen | Bestenliste | Siehe Dashcams mit Front- und Heckkamera |
Die lieferbaren Nextbase-Modelle im Detail
Nextbase 322GW: die Front-Dashcam für den Einstieg
Die 322GW ist die kompakte Basis der Serie. Laut Hersteller nimmt sie in 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde auf, besitzt ein 140°-Weitwinkelobjektiv, ein 2,5-Zoll-Display und bringt WLAN, GPS und Bluetooth mit. Zu den Funktionen zählen Nachtsicht, Schleifenaufnahme (siehe Loop-Aufnahme) und der intelligente Parkmodus.

Nextbase 322GW
Ideal für: für Pendler, die eine unkomplizierte Frontkamera mit Display wollen
- 1080p bei 60 fps
- 140° Weitwinkel
- WLAN, GPS, Bluetooth
- 2,5-Zoll-Touchscreen
- Hohe Bildrate in der Einstiegsklasse
- Bedienung direkt am Touchscreen
- Notfall-SOS und Parkmodus laut Hersteller
- Nur Frontkamera
- Parkmodus erfordert ein Festverdrahtungskit
Nextbase 322GW mit Heckscheibenkamera: Front und Heck in einem Set
Diese Variante kombiniert dieselbe Frontkamera mit einer Heckscheibenkamera und liegt laut Hersteller mit einer 64-GB-microSD-Karte bei. Damit sicherst du auch Situationen hinter dem Fahrzeug, etwa bei Auffahrunfällen. Wie sinnvoll eine zweite Kamera ist, erklärt der Ratgeber zur Dashcam mit Front- und Heckkamera.

Nextbase 322GW mit Heckkamera
Ideal für: für alle, die Front und Heck mit einer Marke abdecken wollen
- 1080p bei 60 fps vorn
- Heckscheibenkamera
- 2,5-Zoll-Display
- 64-GB-Karte im Set
- Front und Heck in einem Set
- Speicherkarte laut Hersteller enthalten
- Schleifenaufnahme und Parkmodus
- Parkmodus nur mit Festverdrahtungskit
- Frontauflösung bleibt bei 1080p
Nextbase 522GW und 622GW: die größeren Modelle
Die 522GW bietet laut Hersteller 1440p bei 30 Bildern pro Sekunde, einen Polarisationsfilter und einen 3-Zoll-Touchscreen. Die 622GW erreicht 4K bei 30 Bildern pro Sekunde und wird als Set mit Heckscheibenkamera sowie mit Bildstabilisierung und „Nachtsicht Pro“ beschrieben. Beide stehen aktuell nicht als sofort verfügbar im Katalog. Prüfe die Lage bei Interesse selbst und beachte, dass die 4K-Klasse von Marken wie Viofo oder 70mai oft mit mehr Kanälen angeboten wird (siehe 4K-Dashcams).
Häufige Fehlkäufe bei Nextbase-Dashcams
| Fehler | Folge | So vermeidest du ihn |
|---|---|---|
| Parkmodus erwartet, aber nur über den Zigarettenanzünder versorgt | Keine Aufnahme bei ausgeschaltetem Fahrzeug | Laut Hersteller ist ein Festverdrahtungskit nötig, siehe Dashcam einbauen |
| Frontkamera gekauft, Heckaufnahme gewünscht | Hinten keine Beweise | Gleich die Variante mit Heckscheibenkamera wählen |
| Falsche oder zu kleine Speicherkarte | Aufnahmen werden schnell überschrieben oder Karte fällt aus | Auf Dauerbetrieb ausgelegte Karte nutzen, siehe Speicherkarte für Dashcams |
| App-Funktionen vorausgesetzt | Guardian und Witness Mode Lite funktionieren nicht | Nextbase App installieren und Firmware aktualisieren |
Was sagen unabhängige Prüfungen zu Nextbase?
Für die hier genannten Modelle haben wir keine geprüften Ergebnisse unabhängiger Prüfstellen in diese Seite aufgenommen. Unsere Einstufungen beruhen auf Herstellerangaben, nicht auf eigenen Messungen. Wie wir vorgehen, beschreibt die Seite So vergleichen wir, und eine Sammlung belegter Fremdprüfungen findest du in der Übersicht zu Ergebnissen unabhängiger Prüfungen.
Ist eine Nextbase-Dashcam in Deutschland erlaubt?
Der Bundesgerichtshof hat am 15.05.2018 (VI ZR 233/17) entschieden, dass Dashcam-Aufnahmen im Zivilprozess nach einer Interessenabwägung verwertbar sein können, die Dauerüberwachung aber datenschutzrechtlich unzulässig ist (Quelle 2). Wie du Aufnahmen rechtssicher einsetzt, steht im Ratgeber Dashcam erlaubt und im Beitrag zum Datenschutz bei Dashcams.
Woher kommt Nextbase?
Nextbase ist laut Wikipedia ein britisches Unternehmen mit Sitz in London, das 1999 gegründet wurde und ursprünglich Unterhaltungselektronik fürs Auto herstellte (Quelle 1).
Welche Ausstattung haben die Modelle der GW-Serie gemeinsam?
Laut Produktangaben der Hersteller haben 322GW, 522GW und 622GW WLAN, GPS, Bluetooth, einen IPS-Touchscreen, Notfall-SOS und einen intelligenten Parkmodus. Unterschiede gibt es bei Auflösung, Display und Heckkamera.
Hat die Nextbase 322GW einen Parkmodus?
Ja, laut Hersteller ist ein intelligenter Parkmodus enthalten. Er löst bei Erschütterungen aus und setzt voraus, dass die Dashcam mit einem Festverdrahtungskit installiert ist.
Gibt es die Nextbase mit Heckkamera?
Ja, die 322GW ist als Set mit Heckscheibenkamera und 64-GB-microSD-Karte verfügbar. Die 622GW wird ebenfalls als Set mit Heckscheibenkamera geführt, ist aktuell aber nicht sofort lieferbar.
Brauche ich für Nextbase eine App?
Grundfunktionen bedienst du am Touchscreen. Für Guardian Mode Lite und Witness Mode Lite benötigst du laut Hersteller die Nextbase App und kompatible Firmware.
Welche Alternative gibt es zu Nextbase?
Häufig verglichen wird Garmin, siehe den Vergleich Garmin gegen Nextbase. Wer mehr Kanäle und 4K sucht, schaut zusätzlich auf Viofo und 70mai.
Weitere Vergleiche
- Garmin gegen Nextbase im Direktvergleich
- Die besten Dashcams im Überblick
- Viofo-Dashcams: Modelle und Einordnung
- Garmin-Dashcams im Überblick
- Nextbase, Wikipedia, abgerufen im November 2026
- Pressemitteilung zum BGH-Urteil vom 15.05.2018 (VI ZR 233/17), Thüringer Landesbeauftragter für den Datenschutz, 15.05.2018
- Produktangaben der Hersteller zu 322GW, 522GW und 622GW laut Amazon-Produktseiten, Stand November 2026
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