Die Aufnahmezeit pro GB gibt an, wie viele Minuten Video eine Dashcam pro Gigabyte Speicher aufzeichnen kann, und hängt direkt von der Bitrate ab.
Wofür ist das bei Dashcams wichtig?
Weil die Kamera ihr ältestes Video überschreibt, bestimmt die Aufnahmezeit, wie weit du zurückschauen kannst. Nach einem Unfall oder Vorfall bleiben dir nur so viele Stunden, wie die Karte fasst. Die Rechnung ist einfach: Ein Gigabyte entspricht etwa 8.000 Megabit. Teilst du das durch die Bitrate, erhältst du die Sekunden.
| Bitrate | Zeit pro GB | Zeit auf 128 GB |
|---|---|---|
| 12 Mbit/s (Full HD, Beispiel) | ca. 11 Minuten | ca. 24 Stunden |
| 40 Mbit/s (4K, Beispiel) | ca. 3 Minuten | ca. 7 Stunden |
Die Werte sind Rechenbeispiele (8.000 ÷ 12 = rund 667 Sekunden; 8.000 ÷ 40 = 200 Sekunden). Ton, ein zweiter Kanal und die Reserve für geschützte Dateien verkürzen die Zeit spürbar.
Worauf du beim Kauf achten solltest
- Bitrate nachsehen: Der Wert steht im Datenblatt. Fehlt er, rechne mit den Beispielwerten oben, sei aber vorsichtig.
- Kanäle einplanen: Bei Front und Heck teilt sich die Karte die Aufnahmezeit, pro Kanal bleibt etwa die Hälfte.
- Geschützte Dateien: Ein Teil der Karte ist für Notfallvideos reserviert, die nicht überschrieben werden.
- Kartengröße: Wähle sie so, dass du genug Rückblick hast, ohne die maximale Obergrenze des Geräts zu überschreiten.
Praxistipp: Kontrolliere in der Dateiliste, wie viel Zeit die Kamera tatsächlich zurückreicht, und vergleiche den Wert mit deiner Rechnung. Weicht er stark ab, sind Bitrate, Kanäle oder Reserveplatz anders eingestellt als angenommen.
Kompressionsverfahren verändern die Rechnung, siehe H.264/H.265. Geräte mit passender Speicherausstattung zeigt der Dashcam-Vergleich, Grundlagen stehen im Ratgeber Was ist eine Dashcam?.




