Bitrate ist die Datenmenge, die pro Sekunde in die Videodatei geschrieben wird, gemessen in Megabit pro Sekunde (Mbit/s).
Wofür ist das bei Dashcams wichtig?
Die Bitrate bestimmt, wie viel Bildinformation nach der Kompression übrig bleibt. Bei zu niedriger Rate wird feines Detail wie ein Kennzeichen oder Laub am Straßenrand zu Matsch, selbst wenn die Auflösung hoch ist. Gleichzeitig legt sie den Speicherbedarf fest.
Rechenbeispiel: 20 Mbit/s sind 20 ÷ 8 = 2,5 Megabyte pro Sekunde. Eine Stunde braucht also 2,5 MB × 3.600 s = 9.000 MB, rund 9 GB. Eine 128-GB-Karte fasst damit etwa 14 Stunden.
Eine konstante Bitrate (CBR) schreibt jede Sekunde gleich viele Daten, eine variable (VBR) passt sich dem Bildinhalt an. Ruhige Szenen brauchen wenig, eine Autobahnfahrt mit Gegenverkehr viel. Das erklärt, warum die Dateigröße pro Minute schwankt.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Hersteller nennen die Bitrate nicht immer; wo sie fehlt, sagt die Dateigröße pro Minute mehr als jede Werbeangabe. Ein 4K-Modell mit sehr niedriger Rate spart zwar Platz, verschenkt aber den Vorteil der Auflösung. Viele Kameras nutzen variable Bitraten, die in bewegten Szenen ansteigen.
- Moderne Codecs (H.264/H.265) liefern bei gleicher Qualität kleinere Dateien.
- Plane die Kartengröße mit der höchsten Rate, nicht mit dem Durchschnitt.
Ein Blick in die 4K-Dashcams im Vergleich zeigt, welche Modelle auf hohe Datenraten ausgelegt sind. Warum die Qualität vor Gericht eine Rolle spielt, erklärt Dashcam als Beweismittel.




