Notfallaufnahme (auch Ereignissperre oder Event-Lock) bedeutet, dass die Dashcam eine Videodatei als geschützt markiert, sodass die Loop-Aufnahme sie nicht überschreibt.
Wofür ist das bei Dashcams wichtig?
Ausgelöst wird die Sperre entweder automatisch durch den G-Sensor bei einem Stoß oder manuell per Taste, App oder Sprachbefehl. Wichtig ist, dass nicht nur die Sekunden nach dem Ereignis gesichert werden, sondern auch ein Teil davor: Meist wird das laufende Segment komplett gesperrt, teils auch das vorherige.
Die Dateien landen oft in einem eigenen Ordner, zum Beispiel „Event“ oder „RO“ (read only). Von dort kannst du sie später sichern, ohne zwischen Tausenden von Alltagsclips zu suchen.
Beim Auslösen per Hand kommt es auf Tempo an. Einmal gedrückt, bleibt die Datei unveränderlich, bis du sie löschst oder die Kamera zurücksetzt. Das schützt auch vor versehentlichem Überschreiben bei späterem Formatieren, solange du die Karte nicht leerst.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Frage dich, wie viel Platz die geschützten Aufnahmen belegen dürfen. Manche Geräte reservieren einen festen Anteil der Karte, andere sperren, bis nichts mehr frei ist, und beenden dann das Aufnehmen. Gute Systeme melden eine volle Sperrzone ausdrücklich.
- Eine eigene Notfalltaste in Griffweite ist im Ernstfall nützlicher als der Weg über die App.
- Sichere gesperrte Clips zeitnah auf Handy oder PC und leere den Ordner.
Passende Geräte zeigt der Dashcam-Vergleich; zur rechtlichen Verwertung siehe Dashcam als Beweismittel. Rechtlich heikel ist die dauerhafte Speicherung: Dazu gehört die Kurzzeitaufzeichnung.




